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08.12.2019

Themen

Ganz am Anfang einer "Modelleisenbahn-Karriere" denkt man wenig über Geländethemen nach. Die meisten sind erst einmal glücklich, wenn die Bahn "rollt" und man fahren und rangieren kann. Oft erst im Laufe der Zeit kristallisiert sich eine entsprechende Tendenz heraus: Sei es der Aufbau in einer bestimmten Epoche, der Nachbau romantischer Städte, auch Themen aus der Industrie. Oder man pickt sich einzelne Bereiche eines Ortes, eines Geländes oder einer historischen Begebenheit heraus. Das Spektrum der Möglichkeiten ist vielfältig.

Szene aus einem Dorf

Das Angebot an Zubehör ist riesig und man ist oft schier überwältigt, welch schöne Modelle die einzelnen Hersteller auf den Markt gebracht haben.

Modellbahn Betriebswerk

Seien es einfache Dorf-Szenen, detaillierte Häuserzeilen in historischer Bauweise bis hin zu umfangreichen Betriebsszenen aus dem Bahnbetrieb selbst. Das ist alles wunderbar, ohne Zweifel.

Wenn man aber etwas "besonderes" bauen möchte, dann fängt die Sucherei an. Oder man entwickelt seinen Spaß am Modellbau, indem man fertige Modelle für das eigene Vorhaben entweder umbaut oder angleicht. Im Zweifelsfalle konstruiert man für ein bestimmtes Thema eigene Modelle aus Plastikteilen, Holz und Karton.

Diese Selbstkonstruktion ist aber nicht jedermanns Sache. Mal fehlt eine Vorlage, mal fehlt das Geschick, oder der Zeitaufwand lässt sich mit dem täglichen Leben nur schwer vereinbaren - und eine oft wunderbare Gestaltungsidee dümpelt jahrelang in einer Ecke vor sich hin und man wird und wird nicht wirklich fertig und hat nichts zum Vorführen.

Schiffe, Flugzeuge, historische Häuserzeilen, Bergdörfer, Lokschuppen und Bauernhöfe gibt es wie Sand am Meer. Ich will auch keine fünfzigste Version eines bekannten Fachwerkhauses oder einer mittelalterlichen Burg konstruieren und anbieten. Vielmehr schlägt mein eigenes Herz im und für das "Ruhrgebiet".

Rauchende Schlote im Ruhrgebiet
Dieses Ballungszentrum zwischen (grob gesehen) Duisburg und Dortmund mit seinen vielen Zechen und dazugehörenden Industrieanlagen war der Grundstein für das Wirtschaftswunder in Deutschland. Gegenüber den 50er, 60er und 70er Jahre hat sich "der Pott" von einer "oft stinkenden und rauchverhangenen Ecke Deutschlands" zu einem Gebiet entwickelt, wo man gerne lebt!

Heidhofsee Bottrop
All die durchgeführten Begrünungen, kulturellen und historischen Einrichtungen tragen ihr übriges dazu bei. Heute kann man hier ganz in der Nähe eines "Zentrums" auf herrliche Erholungsgebiete zurückgreifen, die sogar für einen Urlaub gut geeignet sind! Feld, Wald und Wiese, Freizeitparks, Erholungsgebiete, oder Badeseen sind vielfältig vorhanden. Ich selbst, als Sohn einer großen Bergarbeiter-Familie, bin "im Pott" geboren und habe den Wandel des Ruhrgebietes hautnah miterleben dürfen. Wenn nichts dramatisches passiert, werde ich auch hier wohnen bleiben! Und das, obwohl ich schon viele andere und sicherlich ebenso schöne Ecken kennengelernt habe.

Und was hat das nun mit Kartonmodellbau zu tun? Na ja, ganz einfach: Die meisten meiner Modelle werden in irgend einer Form damit etwas zu tun haben! Sicherlich tauchen im Laufe der Zeit die ein oder anderen "normalen" Gebäude auf, die man schon mal in der einen oder anderen Form gesehen hat. Denn auch Fachwerk, Bauernhöfe und Bahnbetriebswerke gehören ins Ruhrgebiet. Im wesentlichen versuche ich aber, mit meinen Baubögen eine Lücke zu schließen und an die Historie des Ruhrgebietes anzuknüpfen. Allen voran dann auch -so weit machbar- Zechengebäude bis hin zu den hier überall zu findenden Bergarbeiter-Siedlungen. Auch im Zusammenhang mit der vorgesehenen Schließung der letzten Zechen bis 2018 üben diese Objekte auf mich einen besonderen Reiz aus, und ich hoffe, dass ich diese Faszination wenigstens im Ansatz dem Interessierten näherbringen kann.




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